Paracelsus - Heilkunde


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Die besondere Heilkunde des Paracelsus muss man mit dem Hintergrund der damals praktizierten Medizin betrachten.

Kritik an gefährlichen damalige Medizin-Praktiken

Zu Paracelsus Zeiten wurden die Patienten meistens durch vielfache Aderlässe geschwächt und durch die zusätzliche Gabe von Schwermetallen wie beispielsweise Quecksilber zusätzlich vergiftet.

Damals war es also dringend erforderlich, dass jemand Fachkundiges dieses schädliche Treiben kritisiert und andere Heilmethoden dagegensetzt. Paracelsus mit seiner kritischen Einstellung war für die Medizin der damaligen Zeit also bitter nötig.

Lernen von der Volksheilkunde

Paracelsus fragte die Heilkundigen des Volkes nach ihren Heilverfahren. So gelangte er zu dem Wissen der Kräuterweiber, Zigeuner, Hirten und Bauern.

Wenn auch nicht alle volksheilkundlichen Anwendungen eine echte Heilwirkung haben, sind doch die meisten gesundheitsfördernder als Schwermetallvergiftungen und Aderlässe bis hin zur völligen Entkräftung.

Medizin aus dem lokalen Umfeld

Ausser den drastischen Heilmethoden der meisten Ärzte kritisierte Paracelsus auch die Mode, Heilmittel möglichst von weit her zu beziehen.

Exotische Heilpflanzen und Gewürze aus Asien galten damals sehr viel und wurden zu horrenden Preisen gehandelt. Daher wurden sie natürlich auch oft gestreckt oder gar gefälscht.

Die Heilmittel waren oft also nicht nur unerschwinglich teuer, sondern sie waren auch wirkungslos oder gar schädlich.

Daher propagierte Paracelsus Heilmittel aus der unmittelbaren Umgebung zu wählen.

Er verwendete die Heilpflanzen, die am Wegrand wuchsen, was für einen damaligen Arzt etwas Revolutionäres war.

Eine wichtige These von Paracelsus war die Vorstellung, dass das Heilmittel dort zu suchen sei, wo auch die Krankheit entstanden ist.

Wo die Krankheit, da das Heilmittel - Ubi malum, ibi remedium
Von Paracelsus

Diese Idee wird sogar so verstanden, dass man beim Auftreten von Krankheiten nur Ausschau nach besonders häufig auftretenden Pflanzen in der Umgebung halten muss, und schon hat man ein geeignetes Heilmittel gefunden.

Einbettung in ein Gesamtkonzept

Die volksheilkundlichen Anwendungen waren nicht die einzigen Methoden des Paracelsus.

Er verband viele Disziplinen und Lebensweisheiten miteinander und machte daraus ein ganzheitliches Lebens- und Heilkonzept.

Folgende Elemente hatten Einfluss auf die Paracelsus-Medizin:

  • Medizin
  • Volksheilkunde
  • Philosophie
  • Alchemie
  • Astronomie
  • Astrologie
  • Religion
Er setzte zur Heilung also nicht nur Kräuter ein, sondern empfahl auch eine gesunde Lebensweise und ein gottverbundenes Leben.

Durch die Verbindung der verschiedenen Lehren verfeinerte und systematisierte Paracelsus auch die Signaturenlehre.

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